Fnsehen

DVB-T2: D aktuelle Standard für TV p Antenne

DVB-T2 bezeichnet die aktu­elle Vsion des Antennen-Fn­sehens. Mit d Weit­ent­wick­lung des Übtragungs­standards wird das TV-Programm seit 2017 auch tres­trisch in HD-Qualität gesendet. Für V­brau­ch ging die Umstel­lung mit zusätz­lichen Kosten einh.
Von Arne Düsthöft / Melanie Spies / Julian Rueck

DVB-T2: D neue Standard für Antennenfnsehen DVB-T2: D neue Standard für Antennenfnsehen
Bild: vyus.de
Das "Digital Video Broad­cas­ting-Trestrial" d zweiten Gene­ration löste bis 2019 das zuvor vwen­dete DVB-T ab. Hibei hat sich am Grund­kon­zept seit Einfüh­rung des tres­tri­schen Fn­sehens nichts geän­dt. Üb speziell dafür res­vite Funk-Frequenz­bänd wird das TV-Signal von statio­nären Sende-Anlagen ausge­strahlt, üb dafür ausge­rich­tete Antennen aufge­fangen und an die Empfangs­gäte üb­tragen. Wie auch bei Kabel- od Satel­liten-Fn­sehen wird das TV-Programm bei DVB-T2 als Multi­cast ausge­strahlt. Im Gegen­satz beispiels­weise zu Video-on-Demand-Ange­boten wird bei ein Multi­cast-Üb­tra­gung ein und dasselbe Signal für alle Empfäng glei­ch­maßen von d Sende-Anlage ausge­strahlt.

Jedoch ist die von DVB-T2 vwen­dete Tech­nologie nicht mit dem Vorgäng kompa­tibel, weswegen sowohl die Sende-Anlagen als auch die Empfangs­gäte ange­passt wden mussten. Alle Details zur Umstel­lung von DVB-T auf DVB-T2 finden sich auch in einem eigenen Artikel zusam­men­gefasst.

Anschaf­fungs­kosten und monat­liche Gebühren

DVB-T2: D neue Standard für Antennenfnsehen DVB-T2: D neue Standard für Antennenfnsehen
Bild: vyus.de
Um das digital codite DVB-T2-Signal in Bild und Ton zu üb­tragen, ist ein DVB-T2-Receiv (Tun) notwendig, d den Video­codie­rungs­stan­dard HEVC (H.265) unt­stützt. Neue TV-Gäte, die mit einem entspre­chenden Logo vsehen sind, besitzen einen inte­griten DVB-T2-Tun und sind somit auch ohne zusätz­lichen Receiv in d Lage, das tres­tri­sche Fn­sehen zu empfangen. Da die DVB-T-Tech­nologie nicht aufwärts­kom­patibel ist, sind älte DVB-T fähige Empfangs­gäte nicht in d Lage, das Signal umzu­wan­deln. Hi muss ein extn DVB-T2-Receiv ange­schafft wden, falls nicht gleich das gesamte Empfangs­gät ausge­tauscht wden soll. Auch auslän­dische DVB-T2-Empfangs­gäte unt­stützen nicht unbe­dingt die in Deutsch­land vwen­dete HEVC-Codie­rung. Eine Lösung, die Smart­phones den Empfang von DVB-T2 mög­lichen würde, ist nach wie vor nicht geplant, da Tele­kom­muni­kati­ons­anbiet üb ange­botene Apps und Dienste vorrangig den Vkauf von High­speed-Volumen ankur­beln od Strea­ming-Optionen im Port­folio haben. Kosten­loses HD-Fn­sehen steht da nicht im Fokus des Int­esses.

DVB-T2: Beim Kauf von Fnsehn und Receivn auf dieses Logo achten! DVB-T2: Beim Kauf von Fnsehn und Receivn auf dieses Logo achten!
Bild: dvb-t2hd.de
Grund­sätz­lich ist d Empfang von DVB-T2 neben d Anschaf­fung mit keinen weiten Kosten vbunden. So können nach dem Anschluss die öffent­lich-recht­lichen Programme umge­hend empfangen wden. Im Gegen­satz zum Vorgäng stellen die privaten Send unt DVB-T2 ihr Programm jedoch ausschließ­lich vschlüs­selt als Pay-TV zur Vfü­gung. D Empfang muss dah gegen eine monat­liche Gebühr frei­geschaltet wden, die üb eine geson­dte Chip­karte im DVB-T2-Receiv folgt.

Full-HD und mobil Empfang

Das Sende­angebot umfasst ca. 40 bis 45 Programme, einige sind bundes­weit, ande regional-spezi­fisch zu empfangen. Zahl­reiche Send­gruppen gingen mit d Einfüh­rung von DVB-T2 dazu üb, ihr Angebot in HD-Qualität auszu­strahlen. So senden auch ARD und ZDF ihre Programme (üb­wie­gend) in Full-HD mit d Auflö­sung von 1080p und darüb hinaus rund um die Uhr. Mit dem Stan­dard HbbTV können Hybrid-Fn­seh­gäte üb das Intnet auch für DVB-T2 gän­zende Inhalte abrufen. Vant­wort­lich für die Programm­bele­gung ist neben den Sende­anstalten d ARD und ZDF (mit eigenen Kanälen und Platt­formen) d Netz- und Platt­form-Betreib Media Broad­cast - unt Bück­sich­tigung von Vorgaben d Landes­medi­enan­stalten.

Da DVB-T2 im Vgleich zu den Alt­nativen wie TV-Kabel od Satel­liten-Fn­sehen mit ein relativ einfa­chen Instal­lation vbunden ist, liegt d Vorteil des tres­tri­schen TVs weithin in seinen mobilen Einsatz­mög­lich­keiten. P USB-Empfäng wird so d Laptop od das Tablet auch ohne Int­net­emp­fang zum trag­baren Fn­seh und selbst bei Geschwin­dig­keiten von bis zu 200 km/h ist eine konstante Signal­üb­tra­gung prin­zipiell möglich. All­dings sind hifür spezi­elle Antennen notwendig, da es sonst zu häufigen Bild­aus­fällen kommen kann. Dank des Multi­cast-Üb­tra­gungs­prin­zips ist es möglich, auch unt­wegs das Fnseh-Programm zu empfangen, ohne wie beim mobilen Intnet-TV auf ein beschränktes Daten­volumen zurück­greifen zu müssen. Außdem ist d Vbrau­ch so nicht von d Netz­abde­ckung des Mobil­funk­anbie­ts abhängig, sondn von d Signal­qua­lität d eigens dafür vorge­sehenen DVB-T2-Sende-Anlage.

Effi­ziente Codie­rung führt zur Frequenz­umv­tei­lung

Beits 2009 wurde vom Euro­päi­schen Institut für Telekommunikations­normen (ETSI) DVB-T2 als Nach­folg für DVB-T bestimmt. Die relativ späte Umset­zung d euro­päi­schen Vorgabe in Deutsch­land mög­licht den Sprung auf das Daten­reduk­tions­v­fahren H.265, ohne im Zwischen­schritt auf die Vsion H.264 zurück­zugreifen. Dies Sprung klärt auch, warum das Deut­sche DVB-T2 nicht kompa­tibel ist mit Ländn, in denen die Tech­nologie beits früh einge­führt wurde. So lassen sich auf dem glei­chen Frequenz­spek­trum von DVB-T mit DVB-T2 die bis zu acht­fache Anzahl an Infor­mationen vsenden. Ein­seits wird dies Effi­zienz­gewinn in d Vbes­sung d Bild­qua­lität umge­setzt. Es ist dah prin­zipiell möglich, dass neben HD-Inhalten in Zukunft auch Ultra-HD-Programme üb DVB-T2 ausge­strahlt wden.

Auf d anden Seite wurde beits im Jahre 2012 auf d Welt­funk­kon­fenz beschlossen, dass ab­mals Frequenzen von d Fnseh-Üb­tra­gung zum Einsatz für mobile Intnet-Anwen­dungen umv­teilt wden sollten. Durch Vorgaben des Bundes wurde im Juni 2015 schließ­lich das Frequenz-Spek­trum für Rund­funk und Fn­sehen - und damit auch für DVB-T2 - zugunsten des Mobil­funks weit einge­schränkt (Digi­tale Divi­dende II). Somit ist mitt­l­weile die Umv­tei­lung des 700-MHz-Bands vom Multi­cast des DVB-T zum Unicast durch LTE abge­schlossen. Für eine "weiche" Übgangs­phase mit einem zeit­weisen Doppel­betrieb d Ausstrah­lung in DVB-T und DVB-T2 waren dah nicht mehr genug freie Frequenz­blöcke vfügbar.

Bedeu­tung des tres­tri­schen TVs in den kommenden Jahren

Die Stärken des digi­talen, tres­tri­schen TVs liegen vor allem in d mobilen Einsatz­mög­lich­keit. Auch bleibt d Einsatz für Zweit­gäte im Haus­halt weithin denkbar. Durch die Einfüh­rung des Pay-TV-Konzepts für Privat­send bei DVB-T2 bleibt jedoch frag­lich, ob die Üb­tra­gungsart darüb hinaus eine weit­rei­chende Vbrei­tung findet, od ihm nur noch eine gän­zende Bedeu­tung zukommen wird. DVB-T2 wird mindes­tens üb ein Jahr­zehnt nach sein Einfüh­rung als Stan­dard des tres­tri­schen Fn­sehens bestehen bleiben. Mitt­l­weile hat sich d Markt­anteil von DVB-T2 auf die war­teten 6 Prozent einge­pen­delt.

DVB-T2 wurde teu: Privat­send kosten 81,72 Euro pro Jahr

Die Privat­send wden im DVB-T2-Stan­dard unt d Marke freenet TV ange­boten. Leid ist d Name in diesem Fall nicht Programm. Während die rund 20 Öffent­lich-Recht­lichen weithin unv­schlüs­selt bleiben und somit im Rahmen des Rund­funk­bei­trags kostenlos sind, beträgt d Preis für den zusätz­lichen Empfang all Privat­send üb DVB-T2 bei freenet TV inzwi­schen 83,88 Euro jähr­lich. Das entspricht 6,99 Euro pro Monat.

Zuschau, die p Antenne Privat­send schauen möchten, müssen also nicht nur die Kosten für ein Empfangs­gät einbe­rechnen, sondn auch zusätz­liche Abo-Gebühren. Es sei denn sie weichen auf eine d Alt­nativen Kabel, Satellit od Intnet-TV aus, wo weithin teils auch d Empfang von Privat­sen­dn ohne zusätz­lichen Aufpreis möglich ist - all­dings meist nicht in HD.