Erklärt

Internet per Glasfaser: So funktioniert FTTX

FTTX-Netz­werke bringen die schnelle Glas­faser-Leitung bis ins Haus oder die Wohnung und sorgen so für Breit­band-Internet in Hoch­geschwin­dig­keit.
Von Steffen Herget / Ralf Trautmann

Internet per Glasfaser: So funktioniert FTTX Internet per Glasfaser: So funktioniert FTTX
Bild: vyus.de
Was als Medium für die Daten­über­tra­gung auf langen Stre­cken schon seit geraumer Zeit Stan­dard ist, findet zuneh­mend auch den Weg in die Häuser und Wohnungen: die Glas­faser. Die Tech­nologie verspricht deut­lich höhere Über­tra­gungs­raten als das altbe­kannte Kupfer­kabel. Aber wie funk­tio­niert die Über­tra­gung von Daten per Licht­signal? Welche Ausbau­arbeiten sind nötig? Wo liegt über­haupt der Mehr­wert für den Kunden? Und was hat es mit den kryp­tischen Bezeich­nungen FTTX, FTTB, FTTH und FTTC auf sich? Wir zeigen es Ihnen.

Tech­nische Grund­lagen und Bestand­teile eines Glas­faser­netzes

Hinter­gründe zur Glas­faser-Verka­belung
FTTH: Das Fest­netz wird rund­erneuert
Bei den Begriffen Glas­faser oder FTTX respek­tive FTTB, FTTH und FTTC denken viele zuerst an große Rechen­zen­tren oder Anschlüsse für Unter­nehmen. Dabei ist auch das mitt­ler­weile bekannte VDSL nichts anderes als ein Internet-Anschluss per Glas­faser. Die Glas­faser als Medium dient schlicht zum Daten­trans­port per Licht­signal. Eine Glas­faser-Leitung besteht aus mehreren einzelnen Fasern. Jede Faser ist etwa 9 Mikro­meter dick und von einer licht­undurch­läs­sigen Schutz­schicht umgeben, welche die Licht­signale inner­halb der Faser hält. Zwar geht ein kleiner Teil des Lichts verloren, dieser ist aber vernach­läs­sigbar. Damit erreicht die Glas­faser bei der Leitungs­dämp­fung weitaus nied­rigere Werte als ein Kupfer­kabel, dem der mit der Länge stei­gende Leitungs­wider­stand zu schaffen macht. Jede einzelne Faser kann dabei sehr hohe Über­tra­gungs­raten errei­chen. Alles rund um die Vorzüge von Glas­faser gegen­über der Kupfer-Verka­belung und dem Beginn des Über­baus des bestehenden Tele­fon­netzes mit Glas­faser erfahren Sie auch in unserem Artikel zum Thema "FTTH: Das Fest­netz wird rund­erneuert".

Der Aufbau des HanseNet-Netzes in Eimsbüttel HanseNet-Netz in Eimsbüttel
Foto: vyus.de
Als Ober­begriff für Glas­faser­netze bis zum Endkunden hat sich FTTX durch­gesetzt. Das "X" ist ledig­lich ein Platz­halter, unter­schieden wird zwischen verschie­denen Vari­anten: FTTC (Fiber to the Curb - Glas­faser bis zum Bord­stein), FTTB (Fiber to the Buil­ding - Glas­faser bis ins Gebäude) und FTTH (Fiber to the Home - Glas­faser bis in die Wohnung). Der tech­nische Aufwand für die Anbieter steigt dabei von FTTC über FTTB bis FTTH. Die Länge des Kupfer­kabels wird so also mini­miert, wodurch die höhere Band­breite möglich wird. Die Vari­ante mit dem wenigsten Aufwand, FTTC, ist mitt­ler­weile allge­mein als VDSL bekannt und wird von einer Reihe von Anbie­tern vertrieben.

Wir zeigen Ihnen in den folgenden Ratge­bern nicht nur die Technik hinter Glas­faser-Lösungen, sondern auch über­regio­nale und regio­nale Ange­bote.

Unsere Glas­faser-Ratgeber im Über­blick