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Samsung Unpacked am Mittwoch: Das erwarten wir

Am Mitt­woch wird Samsung seine neuen Fold­ables vorstellen. Wir fassen die wich­tigsten Infos zum Unpa­cked Event zusammen.

Am Mitt­woch werden die neuen Fold­ables von Samsung auf einem Unpa­cked Event vorge­stellt. Das ist sicher, weil Samsung mit dem Teaser „Get ready to unfold“ (Bereit­machen zum Entfalten) mit Gerüchten zu den Themen des Events aufge­räumt hat. Auch die Galaxy Watch 4 soll kommen. Das wird die erste smarte Uhr sein, die mit dem neuen Ökosystem OneUI Watch läuft, das gemeinsam mit Google entwi­ckelt wurde.

Das Samsung Galaxy S21 FE wird wohl nicht kommen. Ein Grund soll Chip­knapp­heit sein. Ande­rer­seits könnte ein „Budget“-S21 unter den mit Span­nung erwar­teten Fold­ables und der neuen Smart­watch mit dem Fokus auf das Betriebs­system unter­gehen. Die Produk­tion wurde zwischen­zeit­lich gestoppt, ist aber wohl wieder ange­laufen, sodass mit dem Galaxy S21 FE durchaus im September oder Oktober zu rechnen ist.

Wir fassen die wich­tigsten Daten zu den neuen Fold­ables und der Galaxy Watch zusammen.

Zwei neue Falter - oder drei?

So könnte es aussehen: Samsung Galaxy Z Fold 3 auseinandergefaltet So könnte es aussehen: Samsung Galaxy Z Fold 3 auseinandergefaltet
Bild: 91mobiles
Die zahl­losen Leaks und Gerüchte der vergan­genen Monate lassen kaum noch Zweifel zurück, dass Samsung in diesem Jahr zwei Fold­ables mit verschie­denen Designs vorstellen wird. Zum einen handelt es sich dabei um das Galaxy Z Fold 3, das als direkter Nach­folger des Galaxy Z Fold 2 5G zu defi­nieren ist. Das Design soll dem des Vorgän­gers ähneln, weshalb wieder eine Kombi­nation aus klas­sischem Smart­phone- und Tablet-Format erwartet wird.

Datenblätter

Das Außen­dis­play nimmt dabei die Rolle eines normalen Smart­phones ein. Mit einer Display­fläche von 6,23 Zoll verfügt dieses selbst über Phablet-Maße. Faltet man es aus, steht dem Nutzer eine größere Fläche zur Verfü­gung. Diese präsen­tiert sich im 3:4-Format. Bestä­tigen sich am Mitt­woch die Gerüchte, wird das größere Display eine Diago­nale von 7,55 Zoll haben.

Disku­tiert wird auch über eine neue Front­kamera-Tech­nologie. Ein Punch-Hole, Einker­bung oder sons­tige Unter­bre­chung des Displays soll es nicht mehr geben. Samsung könnte das Galaxy Z Fold 3 5G mit einer Kamera unter dem Display ausstatten. Abwegig ist das nicht. ZTE hatte das Axon 20 5G mit eben einer solchen Selfie­kamera ausge­stattet. Oppo hatte in der vergan­genen Woche eben­falls eine Lösung für Selfie­kameras unter Smart­phone-Displays ange­teasert. Ein logi­scher Schritt wäre es, wenn nun auch Smart­phone-Größe Samsung diesen Weg einschlägt.

Der südko­rea­nische Konzern verwen­dete im Galaxy Z Fold 2 5G den Snap­dragon 865+ von Qual­comm. Es ist gut möglich, dass das Galaxy Z Fold 3 auf die Power des Snap­dragon 888 oder des aufge­bohrten Snap­dragon 888+ setzt. Einig­keit herrscht hier aber noch nicht. Denkbar ist auch, dass Samsung wieder einen Prozessor aus der eigenen Exynos-Schmiede wählt. Das Samsung Galaxy Z Fold 3 sieht zusammengeklappt möglicherweise so aus Das Samsung Galaxy Z Fold 3 sieht zusammengeklappt möglicherweise so aus
Bild: 91mobiles
Samsung vermarktet die Note-Serie mit Einga­bestift. Der S Pen hat im Gehäuse der Busi­ness-Serie einen eigenen Schaft. Diesen gibt es zwar beim Galaxy S21 Ultra nicht. Samsung beschenkte das Flagg­schiff aus dem Früh­jahr aber mit der Stift-Unter­stüt­zung, mit dem Ausblick, dass künftig auch weitere Modelle S-Pen-Unter­stüt­zung erhalten sollen. Die große Fläche des Haupt­dis­plays des Galaxy Z Fold 3 ist für die Nutzung mit einem externen Tool präde­sti­niert.

Eine Galaxy-Note-Serie wird es in diesem Jahr übri­gens nicht geben. Norma­ler­weise dient der August als Unpa­cked-Zyklus zur Veröf­fent­lichung dieser Serie. Samsung hatte offi­ziell bestä­tigt, dass man in diesem Jahr auf eine Note-Serie verzichte. Ob die Notes gänz­lich ausge­dient haben, später oder im kommenden Jahr ein Come­back feiern, lässt sich jetzt nicht mit Sicher­heit beant­worten.

Samsung Galaxy Z Flip 3

Vom Samsung Galaxy Z Flip gibt es zwei Vari­anten - eine mit LTE und eine mit 5G, die zu unter­schied­lichen Zeiten vorge­stellt werden. Mit dem Galaxy Z Flip 3 will Samsung auch das falt­bare Smart­phone im klas­sischen Klapp­handy-Design weiter­führen. Das Design ist im Gegen­satz zum Galaxy Z Fold 3 schlanker, das Display kann in der Mitte zusam­men­gefaltet werden, weshalb es auch ein Haupt- und ein Außen­dis­play geben wird. Mögliches Design des Galaxy Z Flip 3 (ausgefaltet) Mögliches Design des Galaxy Z Flip 3 (ausgefaltet)
Bild: Evan Blass (@evleaks) via Twitter, Screenshot: vyus.de
Das klei­nere Display ist nicht vergleichbar mit den Fähig­keiten eines voll ausge­wach­senen Smart­phone-Panels und dient eher der Anzeige von Benach­rich­tigungen. Beim Galaxy Z Flip 5G ist das Format mit 1,06 Zoll bemessen. Die neue Gene­ration soll mit einem 1,9-Zoll-Außen­dis­play mehr Fläche bieten.

Das aufge­klappte Haupt­dis­play soll wie der Vorgänger 6,7 Zoll erhalten. Damit steht die Fläche aktu­eller großer Phablets zur Verfü­gung und kommt damit dem Galaxy S21 Ultra (6,8 Zoll) nahe. Eine Kamera unter dem Display ist auch beim Galaxy Z Flip 3 im Gespräch.

Zeit­weise tauchten Gerüchte auf, dass es auch eine Lite-Version vom Galaxy Z Flip 3 geben soll. Der Modell­bezeich­nung entspre­chend dürfte diese im Gegen­satz zur regu­lären Version an verschie­denen Stellen abge­speckt sein. Dafür soll sich aber auch etwas am Preis tun.

Das sollen die Folds kosten

Die neuen Fold­ables werden mit großer Wahr­schein­lich­keit keine Schnäpp­chen, ein Galaxy Z Flip 3 Lite könnte daher auch Nutzer anspre­chen, die nicht so viel Geld für ein Smart­phone ausgeben möchten.

Das Galaxy Z Fold 2 5G kostete zum Markt­start im vergan­genen Jahr knapp 2000 Euro, das Galaxy Z Flip 5G knapp 1600 Euro. Das sind gigan­tische Höhen, die nicht jedes Budget erklimmen möchte. Der Preis­ver­fall hatte gezeigt, dass die UVP der Hersteller schnell ins Bröckeln geraten kann, zeit­weise war das Galaxy Z Fold 2 5G für unter 1000 Euro zu bekommen.

Die neuen Fold­ables sollen zum Start schon etwas güns­tiger werden. Gerüchten zufolge sollen die Preise für das Galaxy Z Fold 3 5G je nach Ausstat­tung bei knapp 1800 Euro und für das Galaxy Z Flip 3 bei knapp 1100 Euro liegen. Ein mögli­ches Galaxy Z Flip 3 Lite könnte die 1000-Euro-Marke unter­bieten.

Samsung Galaxy Watch 4

Samsung Galaxy Watch 4: Amazon-Leak der neuen Uhr Samsung Galaxy Watch 4: Amazon-Leak der neuen Uhr
Bild: Nils Ahrensmeier via Twitter (@NilsAhrDE), Screenshot: vyus.de
Der Grund­gedanke von OneUI Watch ist die naht­lose Kommu­nika­tion mit dem Smart­phone. Es soll letzt­lich ein besser verzahntes, eigenes Ökosystem geschaffen werden. Die Galaxy Watch 4 ist der erste Wirt von OneUI Watch. Samsung hatte nach der Vorstel­lung der smarten Soft­ware bestä­tigt, dass die kommende Gene­ration der Galaxy-Watch-Reihe im Sommer dieses Jahres erscheinen soll.

Die kana­dische Amazon-Seite hatte Mitte Juli wohl verse­hent­lich bereits die Preise der neuen Uhren veröf­fent­licht. Beworben wurden verschie­dene Modelle. Das Port­folio wird demnach eine Galaxy Watch 4 und eine Galaxy Watch 4 Classic in verschie­denen Größen wie 40, 44 und 46 mm umfassen. Die Preise waren zwischen rund 310 und 465 Kana­dische Dollar ange­geben - was nach aktu­ellem Wech­sel­kurs zwischen 210 und 315 Euro entspricht.

Das Samsung Galaxy Unpa­cked Event wird am Mitt­woch, 11. August, 16 Uhr deut­scher Zeit statt­finden und kann über die übli­chen Kanäle (YouTube und Samsung) verfolgt werden.

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