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Material, Passform, Größe

Worauf sollte man beim Kauf eines Sport-BHs achten?

Frau joggt im Sport-BH
Ein Sport-BH muss festen Halt beim Training garantieren – ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränkenFoto: Getty Images

Für Sportlerinnen ist er der wohl wichtigste Bestandteil der Trainingsausrüstung: Ohne einen gut sitzenden Sport-BH kann es zu Schmerzen im Bereich des Brustgewebes kommen, zudem drohen langfristige Folgen – nicht nur ästhetische. erklärt, welche das sind und worauf beim Kauf zu achten ist.

Wenn beim und/oder nach dem Workout die Brüste wehtun, haben Frauen wenig Freude am Training. Keine guten Voraussetzungen, um motiviert am Ball zu bleiben. Dabei sind die Schmerzen recht einfach zu vermeiden: mit dem richtigen Sport-BH.

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Warum ist ein Sport-BH so wichtig?

Bei den allermeisten Sportarten kommt der gesamte Körper in Bewegung – bei manchen ganz besonders. Wippen die Brüste bei jedem Schritt oder Sprung auf und ab, schmerzt das nicht nur. Das Gewebe kann so auch langfristig ausleiern. Hängebrüste können also durchaus die Folge der falschen (oder fehlenden) Miederware sein. Vor allem beim Joggen ist es daher wichtig, dass der BH gut stützt. Aber auch bei sanfteren Disziplinen wie etwa Yoga ist es angenehm, wenn die Brüste an ihrem Platz bleiben.

Frau beim "herabschauenden Hund"

Auch bei verschiedenen Yoga-Stellungen ist es von Vorteil, wenn die Brüste fest sitzenFoto: Getty Images

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Brauchen nur Frauen mit großen Brüsten einen Sport-BH?

Nein, mit der Größe hat es wenig zu tun. Bereits mit einem A-Körbchen rotieren Brüste und bewegen sich beim Joggen mit jedem Schritt etwa acht Zentimeter auf und ab, je nach Intensität des Trainings auch mehr. Das Tragen eines Sport-BHs soll die Eigenbewegung auf ein Viertel reduzieren können. Dafür muss er aber unbedingt richtig sitzen!

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Worauf ist beim Kauf zu achten?

  • Das Material: Während Sport-Miederware früher meist aus Baumwolle war, wird sie heute überwiegend aus Mikrofaser-Gemischen hergestellt. Warum, stellt man spätestens fest, wenn man einmal richtig ins Schwitzen gekommen ist. Kunstfasern sind atmungsaktiv, transportieren Feuchtigkeit gut ab und trocknen schnell. Sie sind zudem reißfest und fühlen sich auf der Haut angenehm an. Manchmal ein unangenehmer Nebeneffekt der Kunstfaser: die Geruchsbildung beim Schwitzen.
  • Die Größe: Die normale BH-Größe entspricht nicht unbedingt der Sport-BH-Größe. Zudem variieren die Größen oftmals von Hersteller zu Hersteller. Verschiedene Modelle sollten unbedingt anprobiert werden – inklusive „Hüpftest“ in der Umkleidekabine, um den Sitz in der Bewegung zu prüfen. Fachpersonal im Sportgeschäft oder Warenhaus sowie Miederwaren-Spezialist*innen können ebenfalls bei der richtigen Auswahl helfen. Oft erkennen Frauen eine zu kleine oder große Größe nämlich nicht. Falten schlagende BH-Körbchen oder etwaiges Einschneiden werden oft hingenommen, nicht zuletzt aus Gewohnheit.
  • Die Passform: Der Sport-BH sollte gute Unterstützung bieten und entsprechend fest sitzen, jedoch bloß nicht unbequem sein. An keiner Stelle dürfen Nähte einschneiden oder Bügel zwicken. Oft machen Modelle mit breiten Trägern Sinn, da sie besser entlasten – etwa, wenn man große Brüste mit entsprechendem Gewicht stützen will oder oft länger trainiert. Breite Träger verteilen das Gewicht besser auf die Schultern. Ob tropfenförmige, rundliche, besonders kleine oder spitze Brust – so, wie die individuelle Form mit beeinflusst, welcher Alltagsbüstenhalter am besten geeignet ist, verhält es sich auch in puncto Sport-BH. Zum Glück ist auch die Ware im Handel unterschiedlich geschnitten. Da heißt es: Durchprobieren!

Für einen guten Sport-BH sollte man lieber mehr investieren. Günstige Modelle aus dem Angebot der Discounter, Kaffeeketten, etc. (ab 15 euro) erfüllen wichtige Kriterien oft nicht. Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Hochwertige Sport-BHs kosten in der Regel 30 bis 60 Euro.

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Welche Art von Sport-BH ist die richtige für mich?

Wie bereits erwähnt, ist es eine sehr individuelle Angelegenheit, welches Modell den höchsten Tragekomfort bietet. Außerdem ist entscheidend, welcher Sport hauptsächlich betrieben wird. Generell unterscheiden Hersteller in Kategorien wie:

  • „Low Impact“ oder „Level 1″ (z. B. Yoga oder Fahrradfahren)
  • „Medium Impact“ oder „Level 2“ (z. B. Fitness, Wandern oder Wintersport)
  • „High Impact“ oder „Level 3“ (z. B. Laufen, Tanzen oder Kampfsport).

Selbstverständlich können Sport-BHs mit starkem Halt auch bspw. beim Yoga eingesetzt werden. Ein Modell aus der niedrigsten Kategorie wird umgekehrt beim Joggen keinen Spaß machen.

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Klassischer Sport-BH oder Sport-BH-Top?

Der klassische Sport-BH (zu empfehlen für Medium und High Impact) verfügt über Körbchen und ist entsprechend ähnlich geschnitten wie ein Büstenhalter für den Alltag. Er hat in der Regel aber breitere Träger, die auf dem Rücken häufig über Kreuz gehen. Dieser Schnitt ist sehr beliebt bei Frauen mit großen Brüsten, die darin stabil an ihrem Platz gehalten werden.

Das Sport-BH-Top (geeignet für Low und Medium Impact) hat statt klassischer BH-Körbchen meist eine Art integriertes Bustier, das mit einer leichten Polsterung stabilisiert ist. Vor allem vollbusige Frauen sollten auf ein breites Brustband achten, das angenehm auf der Haut aufliegt. Dennoch bieten Tops – vor allem bei intensiveren Sportarten – meist nicht den gewünschten Halt und sind in erster Linie bei Trägerinnen mit kleineren Brüsten beliebt. Pluspunkt: Bei höheren Temperaturen geht das Top je nach Design auch ohne etwas darüber als Trainingsoberteil durch.

Frontverschluss, Rückenverschluss, Ringerrücken

Wer sich für einen Sport-BH mit Frontverschluss entscheidet, hat meist keine Probleme beim Anziehen. Einfach Reißverschluss nach oben ziehen – fertig. Auf dem Rücken wird es da unter Umständen schon etwas frickeliger, einfach, weil alles noch etwas enger sitzt als beim normalen BH, und die Haken trotzdem in die Ösen des Unterbrustbandes müssen. Eine kleine Herausforderung ist der Sport-BH mit Ringerrücken: Wenn die Träger am Rücken über Kreuz laufen und keine Verstellmöglichkeit besteht, ist es manchmal einfacher, den Sport-BH „von unten“ anzuziehen. Also: Steigen Sie von oben zwischen die Träger ein und ziehen Sie das Sport-BH-Top über Beine, Hüfte und Oberkörper nach oben. Das ist insbesondere für Frauen mit starken Schultern zu empfehlen!

Experten-Meinung
Vivien Hertz ist Personal Trainerin und Crossfit-Athletin aus Berlin
„Das Wichtigste ist für mich, dass der Sport-BH nirgends einschneidet und jede Bewegung mitmacht, egal welchen Sport ich gerade betreibe. Ob Yoga, Crossfit oder Laufen – ich benutze eigentlich immer den gleichen Sport-BH, manchmal sogar zum Schwimmen. Ich probiere hin und wieder neue Modelle aus, habe aber mit Lululemon meine Lieblingsmarke gefunden, auf die ich meistens zurückgreife. Entscheidend für mich sind eine gute Verarbeitung und dass das Material sich angenehm auf der Haut anfühlt, den Schweiß gut abtransportiert und nicht zu stinken beginnt. Und ich gebe es zu: Auch die Optik spielt eine Rolle. Ich mag es zum Beispiel, wenn die Träger des Sport-BHs als elastische Bändchen über Kreuz am Rücken verlaufen oder das klassische Sport-Top mit Ringerrücken.“

Personal Trainerin und Crossfit-Athletin Vivien Hertz
Für Personal Trainerin und Crossfit-Athletin Vivien Hertz ist das Wichtigste beim Sport-BH, dass er „nirgends einschneidet und jede Bewegung mitmacht“ Foto: Vivien Hertz

Was ist beim Waschen des Sport-BHs zu beachten?

Sportkleidung, insbesondere die Unterwäsche, sollte selbstverständlich nach jedem Gebrauch gewaschen werden. Verwenden Sie für Ihren Sport-BH auf keinen Fall chlorhaltige Reiniger oder Weichspüler, darunter würde die Elastizität des Materials leiden und der BH auf Dauer seine Form verlieren. Lieber per Hand waschen als in der Waschmaschine und wenn dort, dann bitte maximal bei 30 Grad und nicht zu stark schleudern. Lassen Sie den Sport-BH an der Luft trocknen.

Wie lange hält ein Sport-BH?

Je nachdem, wie häufig Sie Sport treiben, kann ein Sport-BH bereits nach sechs Monaten ausgedient haben. Besonders hochwertige Produkte halten auch länger als ein Jahr. Ob Sie ihn austauschen sollten, erkennen Sie an einem mit der Zeit lockerer gewordenen Sitz oder daran, dass die Träger sich nicht mehr festziehen lassen. Ein Modell, das Sie als angenehm empfinden, empfiehlt es sich doppelt zu kaufen: Dann halten die Teile auch länger.

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