Customizing: Definition, Vorteile & Relevanz

 

Nicht immer erfüllt eine Standardsoftware alle Bedürfnisse und Anforderungen eines Unternehmens. Um auf alle Wünsche an eine Software-Lösung einzugehen, kann diese individualisiert und über sogenanntes Customizing angepasst werden. Wie funktioniert das?

Was versteht man unter Customizing?

Customizing kommt vom englischen Verb „to customize“, was zu Deutsch „anpassen“ bedeutet. Es bezeichnet die Anpassung eines Produkts an die individuellen Bedürfnisse des Kunden. Customizing kommt häufig im Software-Bereich zum Einsatz. In diesem Zusammenhang wird es auch als die Individualisierung einer Software übersetzt. Die Software wird also an die individuellen Anforderungen eines Unternehmens oder der Benutzer angepasst.

Wie funktioniert Customizing einer Software?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten eine Software zu individualisieren. Zum einen gibt es die Programmierung von Individualsoftware, was jedoch häufig sehr kostspielig ist und deshalb oft wirtschaftlich nicht rentabel. Weiter verbreitet ist die Anpassung von Standardsoftware – in diesem Zusammenhang spricht man auch von standardnahem Customizing. Auch hier gibt es unterschiedliche Formen.

Dazu zählen Programmänderungen, also Anpassung durch individuelle Programmierung. Eine weitere Möglichkeit ist das Setzen von Parametern, wodurch die Software individuell an die Bedürfnisse eines Unternehmens angepasst wird. Ein Beispiel hierfür ist das Anlegen von Benutzern und Rollen. Zum anderen können Software-Lösungen auch durch die Konfiguration verändert werden, beispielsweise durch die Wahl unterschiedlicher Module. Nicht selten treten auch mehrere Customizing Optionen gleichzeitig auf.

Beispiel für Software Customizing

Eine Baufirma sucht nach einer neuen Customer-Relationship-Management-Lösung, die zudem über eine Funktion zur Verwaltung von Bauobjekten verfügt. Sie entscheiden sich neben der Standard-CRM-Lösung für ein Bau-Modul, das konkret auf ihre Branche zugeschnitten ist. Darüber hinaus möchte die Baufirma die Lösung an ihr Unternehmen anpassen. Durch Parametrisierung der Software wie beispielsweise durch die Definition von Rollen und Berechtigungen, kann das leicht eigenständig angepasst werden. Zudem möchte die Baufirma auch noch eine externe Plattform anbinden. Diese Schnittstelle lässt sie direkt über den Software-Anbieter durch Individual-Programmierung erstellen. So durchläuft die Baufirma verschiedene Arten von Customizing, um die optimale Lösung für ihr Unternehmen zu erhalten.

Was ist eine Standardsoftware?

Man unterschiedet prinzipiell zwischen Standard- und Individualsoftware. Eine Standardsoftware wird für eine Vielzahl an Kunden entwickelt. Sie deckt damit Funktionen ab, die für viele Unternehmen größtenteils passen. Da Standardsoftware eine breite Masse anspricht, ermöglicht sie eine kostengünstigere Projektumsetzung. Eine Differenzierung vom Wettbewerb ist damit jedoch nur eingeschränkt möglich.

Was bedeutet Individualsoftware?

Im Gegensatz zur Standardsoftware handelt es sich bei einer Individualsoftware um eine maßgeschneiderte Lösung. Durch die ideale Abbildung der Geschäftsprozesse gelingt so eine Differenzierung vom Wettbewerb. Der Entwicklungsprozess ist jedoch mit viel Aufwand verbunden.

Warum ist Customizing wichtig?

Während eine Standardsoftware kaum flexibel ist und die Geschäftsprozesse eines Unternehmens oft nur unzureichend abbildet, ist die Entwicklung einer Individuallösung sehr zeit- und kostenintensiv. Um von den Vorteilen beider Lösungen zu profitieren, haben sich über die letzten Jahre flexibel individualisierbare Standardlösungen als beste Strategie erwiesen, wie der CRM-Report 2022 zeigt. Durch Customizing werden Standardlösungen an die individuellen Bedürfnisse des Unternehmens angepasst. Customizing wird damit der Schlüssel zu flexibel individualisierbaren Standard-Plattformen.

CRM Studie 2022

Welche Vorteile bringt Customizing?

  • Optimale Anpassung: Die Software-Lösung wird maßgeschneidert auf Ihr Unternehmen anpasst.
  • Das Beste aus Standard- und Individuallösung: Durch Customizing angepasste Lösungen vereinen die Vorteile von Standard- und Individualsoftware.
  • Zukunftsfähigkeit: Durch Customizing können Sie Ihre Software-Lösung fortlaufend an neue Gegebenheiten im Unternehmen anpassen und flexibel erweitern.
  • Wettbewerbsfähigkeit: Mit flexibel individualisierbaren Standard-Plattformen stellen Sie sicher, dass die Software-Lösung auf dem neuesten Stand und innovativ ist. So bleibt Ihr Unternehmen wettbewerbsfähig.

Was muss man beim Customizing beachten?

Sollten Sie die Anschaffung einer neuen Software planen, lohnt es sich, bereits im Vorfeld bei der Anbieter-Auswahl die Möglichkeiten für individuelle Anpassungen abzuklären. Nur selten sind alle Standard-Funktionen genau auf Ihr Unternehmen zugeschnitten. Manche Software-Anbieter bieten eigene Anpassungs-Plattformen für Ihre Kunden, über welche zahlreiche Änderungen ohne Programmierkenntnisse durchgeführt werden können. So sind Sie flexibel, können schnell und kostengünstig auf interne Änderungswünsche reagieren und sind nicht bei jeder Anpassung auf den Hersteller angewiesen. Darüber hinaus sollten Sie darauf achten, dass die Software flexibel erweiterbar ist und sich beispielsweise Schnittstellen leicht anbinden lassen.

Fazit: Mit Customizing zur optimalen Lösung

Customizing ermöglicht es, Standardsoftware an die individuellen Bedürfnisse Ihres Unternehmens anzupassen. Dadurch können Sie Ihre Prozesse nicht nur optimal in der Software-Lösung abbilden, sondern bleiben darüber hinaus auch zukunfts- und wettbewerbsfähig. Einige Software-Anbieter geben Werkzeuge zur Hand, mit denen Anpassungen leicht und ohne Programmierkenntnisse vorgenommen werden können. So können Sie kleinere Änderungen selbst einpflegen und sparen sich teure Individualisierungen.

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